Hi Fernando,

Ich hatte Jonson voriges Jahr meine Karte geschenkt, wenn er sie noch hat, ist es schön. Ich werde für Dich auch eine besorgen. Ein Institut meiner Uni hat Sie ja entworfen. Von denen bekomme ich vielleicht auch noch hochaufgelöste Satellitenbilder von Bonete bis zum San Francisco Pass.

Essen: Auch ein wichtiger Punkt, den aber jeder selbst für sich abarbeiten muß. Voriges Jahr hatte ich hauptsächlich Nudelfertiggerichte von Knorr in Catamarca gekauft, die mir in der Höhe überhaupt nicht geschmeckt haben und ich zum Großteil ungekocht vergraben habe. Gerfriergetrocknete Gerichte (gabs mal geschenkt) habe ich als Hochgenuß für große Höhen in Erinnerung, scheiden für mich aber aus Kostengründen aus. Das Einzige was ich voriges Jahr ganz gern gegessen habe, war Müsli und darauf werde ich in diesem Jahr besonders setzen. Nebenbei spart man bei dieser Kost auch noch Brennstoff, was dem Rucksackgewicht zugute kommt. Letztlich geht es mir genauso wie Dir: in größeren Höhen ist mein Appetit auch sehr gedämpft und Essen, daß mir normalerweise recht annehmbar erscheint, bekomme ich einfach nicht runter.

Aconcagua 2002: Beim Lesen Deiner Besteigungsliste hat sich mein Gefühl verstärkt, daß wir uns doch schon mal begegnet sind und zwar am Aconcagua im Dezember 2002. Auf der Vacas-Seite war ich als einer von zu dem Zeitpunkt drei Solisten (Mark aus den USA, Pedro aus Kanada und ich) unterwegs. Und es gab auch eine Gruppe, die aus einem Schweizer und zwei oder drei Deutschen bestand, einer davon -so glaube ich mich zu erinnern- aus Berlin (Jens Pohl?). Wir haben uns zweimal kurz im Basislager unterhalten und in Lager 1 getrennt voneinander zwei furchtbare Sturmnächte zugebracht, wobei der Gruppe ein North Face Zelt zerrissen ist. Am 20.12. ist die Gruppe ins Lager zwei aufgestiegen und einen Tag später wegen Sturmes wieder umgekehrt und nach Mendoza abgezogen. Am 21.12. hatte ich versucht von Lager 1 zum Gipfel zu gehen, mußte aber wegen Augenproblemen auf 6100m umkehren und bin irgendwie wieder im Basislager angelangt, wo wir uns nochmal trafen. 5 Tage später war ich dann aber doch noch auf dem Gipfel. Warst Du der Schweizer, mit dem ich kurz in Lager 1 gesprochen habe?

Viele Grüße

Robert  


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