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Lieber Robert Ja, eine ganz verrückte Story da oben auf Camp 1. Die zwei Sturmnächte habe ich noch bestens in Erinnerung. Auch als mein Zelt, ein VE25 von Northface, kaputt ging und wir zu dritt im kleineren Mount 25 Zuflucht gesucht haben. Zum Australier habe ich auch noch eine (negative) Erinnerung. Wir haben damals unser nächtes Lager auf 5200m gesetzt und ihm vorgeschlagen zu viert mit 2 Zelten weiterzusteigen (er hatte ja ein bequemes 2-er Zelt, wir waren zu dritt in einem kleinen Zelt!). Er hat unseren Vorschlag abgelehnt, aber von uns Nahrungsmittel entgegengenommen, weil er eher knapp dran war. Tolle Kollegen trifft man ab und zu in eisernen Höhen... An den (schrägen) Kanada-Chilenen kann ich mich auch noch gut erinnern. Wir haben ihn beim Abstieg getroffen, und schon da habe ich mich echt gefragt, was er alleine mit 45 kg. auf dem Berg macht. Marc den Amerikaner habe ich damals beim Polengletscher getroffen. Das war am Tag, wo wir trotz Sturm zum Gipfel wollten. Er war in seinem Zelt und hat nichts von sich lauten lassen. Ich wollte ihm nur mitteilen, dass wir den Entscheid getroffen hatten, den Gipfel aufzugeben und zum Basecamp zurückzukehren. Das hat ihn anscheinend nicht gross interessiert... An jenem Jahr bin ich übrigens nach dem Ojos del Salado nochmals zum Aconcagua! Ich wollte Plaza de Mulas - Gipfel - Plaza de Mulas in einem Tag packen. Bin knapp bis oberhalb Berlin (5800m) gekommen und dann wegen der Kälte wieder zurück. Eine offene Rechnung mit meinem Hausberg... Den Plan Tres Cruces - Walther Penck - Gran Cazadero habe ich inzwischen fast verworfen. Ich habe mir die Distanzen nochmals angeschaut und die Traverse ist sehr, sehr lang. Ich denke, dass die Risiken für dieses Projekt viel zu hoch sind. Wie ich in meinem Profil zum Dhaulagiri zitiert habe: "Climbing has its own dynamic. We have absolutely to stop where the control of risk runs out" Ich habe noch Bilder aus dem 2002. Falls ich mal wieder zum Scannen komme, schicke ich Dir welche... Lieber Gruss und bis bald, Fernando |